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Neues Lindner-Innovationszentrum offiziell eröffnet

Kundl – Pünktlich zur Frühjahrswerksausstellung eröffnet der Tiroler Landmaschinenspezialist Lindner sein neues Innovationszentrum in Kundl. „Unser Innovationszentrum ist ein multifunktionales Verkaufs- und Kundencenter, bei dem wir besonderen Wert auf die nachhaltige Bauweise gelegt haben“, sagt Geschäftsführer Hermann Lindner. Die Baumaterialien stammen aus der Region, durch die Dreifachverglasung und die Energiesparkomponenten erreicht das Gebäude fast Passivhausstandard. Eine Photovoltaikfassade erzeugt umweltfreundlichen Strom. Die Beleuchtung erfolgt hauptsächlich durch besonders sparsame Leuchtstoffröhren und LED-Scheinwerfer.

 

Die Nutzfläche des Innovationszentrums, in dem auch zeitgemäße Schulungsräume untergebracht sind, beträgt mehr als 2.000 Quadratmeter. Das Investitionsvolumen lag bei mehr als vier Millionen Euro. Das neue Zentrum wurde in knapp einjähriger Bauzeit errichtet. Ein weiteres Highlight im neuen Gebäude ist das Lindner-Museum mit Innovationsgalerie: Dort zeigt Lindner Höhepunkte aus der mehr als 65-jährigen Unternehmensgeschichte. „Die Bandbreite reicht von Oldtimer-Traktoren bis zu spannenden interaktiven Elementen“, erläutert Marketingleiter David Lindner. Geplant wurde das neue Zentrum vom Kundler Architekturbüro HVW, das auch schon für die Lindner-Unternehmenszentrale – das Technologiezentrum – verantwortlich zeichnete.

 

Kontinuierliches Wachstum, Fokus auf Innovation

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 (Stichtag 31. März) erwirtschaftete Lindner einen Umsatz von rund 76 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es rund 42 Millionen Euro. Hermann Lindner: „Wir haben unser Ziel, jährlich mehr als fünf Prozent Umsatzwachstum zu erzielen, erreicht. Das ist auch die Vorgabe für die Zukunft.“ Besonders erfreulich entwickle sich die Exportquote: „Diese liegt aktuell bei 41 Prozent, die Entwicklung geht mittelfristig in Richtung 50 Prozent.“ Die wichtigsten Auslandsmärkte sind Deutschland, Frankreich und die Schweiz.

 

Grundlage für die Zuwächse sei unter anderem der Fokus auf Innovation, Forschung und Entwicklung, sagt Technologie-Geschäftsführer Stefan Lindner: „Unsere F&E-Quote beträgt mittlerweile 3,7 Prozent und ist damit deutlich höher als vor zehn Jahren, als zwei Prozent des Umsatzes in F&E flossen. Ergebnisse sind beispielsweise die immer effizienteren Fahrzeuge, oder der neue stufenlose Lintrac. Dieser wird ab Herbst 2014 produziert.“ Insgesamt stelle Lindner heute deutlich hochwertiger ausgestattete Fahrzeuge als vor zehn Jahren her. Stefan Lindner: „Es gab einen regelrechten Technologie-Sprung. Unsere neuen Motoren verbrauchen beispielsweise einen Liter Treibstoff weniger als die Vorgängermodelle, der Partikelausstoß wurde seit 2000 um 98 Prozent gesenkt.“

 

Steigerung der Produktion

Im Jahr 2013 hat Lindner 1.434 Neufahrzeuge gefertigt, die Produktion erfolgt zur Gänze in Kundl. „Durch den Lintrac erwarten wir einen deutlichen Zuwachs bei den Stückzahlen“, berichtet Rudolf Lindner, der in der Geschäftsführung für die Produktion verantwortlich ist. „Das Ziel sind 400 bis 600 Lintrac im Jahr, mittelfristig streben wir die Herstellung von 1.700 Geotrac-, Unitrac- und Lintrac-Modellen an.“

 

Lindner beschäftigt heute 220 Mitarbeiter – ein Drittel davon ist im Nebenerwerb in der Landwirtschaft tätig. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren 183 Mitarbeiter bei Lindner tätig.

 

Lindner im Internet: www.lindner-traktoren.at